Izh is coming Home
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Abenteuer Ural


Nur wenige im ehemaligen, goldenen Westen haben sich damit befasst. Die es getan haben, hassen oder lieben Sie. Die Rede ist von Ostblockmotorrädern.

MZ kennt man, Jawa hat man schon mal gehört, aber IZH ?

Um es kurz zu machen, hier geht es um das Volksmotorrad aus der ehemaligen Sowietunion schlechthin. Die IZH Planeta 5. Angeblich soll sie ja immer noch gebaut werden. Mittlerweile sogar mit 250cc Viertaktmotor Websites über diese Maschinen gibt es in Westeuropa so gut wie nicht, weshalb ich, trotz fehlender Html-Kenntnisse, mich hier versuche.

Hier ist mal eine

350 ccm, 22 PS, 120 Kmh Spitze.....an-geblich 5 L auf 100 Km bei konstant 90 Kmh. 4-Ganggetriebe. Das Bild zeigt ein 1988er P (Seitenwagen-modell) mit Fächer-Zylinderkopf. Dieses Exemplar hatte einen intakten Motor. Auf dem Bild schaut sie zwar recht fahrbereit aus.....abär Sie taugte nur noch als Teileträger ( Na Ja..gut, vielleicht hätte sie sich noch den einen oder anderen Meter aus eigener Kraft bewegen können......)

Mittlerweile steht eine wesentlich bessere Planeta in der Werkstatt. Diesmal ein Solomodell mit geradem Zylinderkopf. Erst 262 KM zeigt der Tacho, deutscher Brief, jedoch ebenfalls Bj. 1988. Die KM sind echt. Trotzdem ist der Zustand, im Vergleich zu dem, was wir als fabrikneu gewohnt sind, äh-hm....."aussergewöhnlich" ?  Na gut, 17 Jahre Lagerung in irgendeinem spanischen Kaff...... Der Besitzer hatte sich die Mühe des Importes gemacht, die Querelen der Deutschen Zulassung auf sich genommen und wollte das Teil an seinem Alterssitz in Espania fahren. Es war wohl zu viel für ihn. Er verstarb an seinem Urlaubsdomizil. Die IZH wollte keiner haben.

So schaugt sie aus


Schön zu sehen, der flach verippte Zylinderkopf.

Wer sich etwas auskennt sieht natürlich sofort, die enge Verwand-schaft zur DKW NZ 350. Die Planeta 5 ist gewisser-maßen die Urenkelin dieser Maschine. 1945/46 wurden die Bänder und Fertigungs-anlagen in Zschopau, durch die Rote Armee demontiert und nach Izhevsk (Hauptstadt der Republik Udmurtien) transportiert. Die Ersten 350ccm Izh sollen sogar noch das DKW Emblem auf den Motordeckeln geführt haben.

So sind wir direkt bei dem Thema der Seite gelandet. "Izh is coming home." Man könnte auch direkt DKW darauf schreiben.  Denn eigentlich wurde das original DKW Werk ja nur nach Ishevsk verlegt. DKW in Ingolstadt war eine Neugründung und ging dann als reiner Automobilhersteller (Audi) im VW Konzern auf. Die Zschopauer machten als MZ weiter. Gerne hätten sie nach der Wende die Markenrechte wieder gehabt. (Was man am Firmenlogo unschwer sieht)

Technisch sind die Izh Planeta aber den original DKW am allernächsten... .....und nun kommen sie eben wieder in ihr Ursprungsland "zurück"

Katijuschas Weg im Westen......

Am 16.08.2005 hat "Katijusha" die Vollabnahme nach § 21 StvZo bestanden. Ohne Mängel !  

Problematisch allerdings, es befindet sich durch die lange Lagerung so viel Dreck und Rost im Tank daß nochmal richtig Arbeit ansteht. Der Vergaser ist alle 20m zu und es wird gespotzt und in der Gegend herum geknallt. Mit sauberer Gasannahme ist dementsprechend erst nach gründlichstem Reinemachen zu rechnen. ( Das ist inzwischen erledigt und der Einzylinder stampft los wie ein Glühkopfbulldog.)


Das Design ist eine Mischung aus 80er Jahre Japanbarock, deutscher 40er Jahre Technik und spätem, sowjetischem Kommunismus...kurz: Einfach toll ! 

In voller Fahrt

80,90,100 das ist wörtlich zu nehmen. Viel mehr geht nicht..... Etwas mehr Leistung dürfte schon sein. Eins ist klar: Die Planeta ist zu lang übersetzt. Im dritten Gang gehts nämlich schon bis 110. Der Vierte ist im Moment ein (unabsichtlicher) Overdrive. Fragt sich ob man das während der Einfahrzeit ( Lt. Izmash 3500 KM !) so lässt oder gleich ein kleineres Ritzel montiert.                                                                Foto: Nightshot

400 Km sind bis jetzt  zusammen-gekommen. (Weiter unten stehen nun die Erfahrungen bis 5500 Km) Eine losvibrierte Motorhalter-ungsschraube und ein, ab und an ver-stopfter Vergaser. das wars bisher. Der Motor wird langsam freier. Das kenne ich schon von Jawa und & Co. Die Leistung wird bei, nicht eingefahrenen Zweitaktern nur langsam besser. Da heißt es geduldig sein. Auch der erste Klemmer hatte sich schon angekündigt. Ich konnte ihn allerdings noch abfangen.  Die nächsten Kilometer müssen langsam angegangen werden. Man merkt allerdings schon daß der Motor einmal sehr elastisch und durchzugsstark werden wird. Freilich, nicht ganz auf dem Niveau einer SR 500.  Die Sitzposition ist ohne Tadel und Selbst die Bremsen fangen tatsächlich das Ziehen an. Es wird langsam Zeit für die erste "längere" Tour.  

Auf nach Thüringen       

Es ist frisch, an diesem Augustmorgen. Die Luft lässt erahnen daß der Herbst nicht mehr so weit ist. Also wird noch ein Pulli druntergezogen und das Halstuch umgelegt. Nun noch letzte Hand an die Ausrüstung gelegt....

Ausser dem original Bordwerkzeug füllt sich der Tankrucksack mit einem 3/8" Nußkasten, dem Multimeter und zur Sicherheit noch der Ersatz- Gleichrichter/Reglereineit. Dazu kommen noch eine Prüflampe, Fühlerlehren, Zwei Öllappen und natürlich genügend Zweitaktöl.

Es ist Sechs Uhr morgens und ich erlaube mir die Nachbarschaft mit  erlesenem Zweitaktsound aufzuwecken. ( Der hat im Übrigen, wenig Ähnlichkeit mit dem hochfrequenten Räng..deng..deng.deng einer Kreidler Florett RS.) Laut, dumpf und langsam, zum Mitzählen, tönen die Zündungen im Leerlauf, 500 Touren vielleicht....Dabei erbebt die ganze Maschine.

Überraschend vibrationsarm rollt die Fuhre bei ca 85-90 Km/h den Gleichbergen entgegen. Bis zum Rennsteig geht es kontinuierlich bergauf. Das merkt man. Der Motor tut sich sichtlich schwer. Selbst an kleineren Hügeln muß der dritte Gang hinein, manchmal sogar der zweite. Dabei offenbart sich daß, die Planeta gar nicht so drehfaul ist. Im Gegenteil, will man etwas zügiger Vorankommen bleibt nichts anderes über als den Eintopf "jubeln" zu lassen. Also bleibe ich am Berg oft im Dritten Gang. das geht bis 90 Km/h ganz manierlich. Will ich aber Anschluss an den Vierten muss ich fast bis 100 Gehen. Aber auch hier bleibt die Reisegeschwindigkeit bei 90-100 Km/h. Schneller gehts nur bergab und so ganz traue ich der Sache noch nicht als daß ich, das Gas dann gnadenlos stehenlassen würde. 

Die Frische des Morgens hat mittlerweile sommerlicher Temperatur weichen müssen. An der Fußdichtung nebelt es etwas. Doch auch unter Belastung stampft der Einzylinder unentwegt vor sich hin. Kein Klingeln, kein Klopfen. Kein Wunder, benötigt der, niedrig verdichtete, Motor doch nur Sprit mit 71 Oktan.

Entspannung macht sich breit. Anscheinend bleibe ich doch nicht alle Fünf Minuten liegen. Ein Phänomen: Die Bäume, Felder und Wälder, wischen nicht als Schatten vorbei, das gewohnte konzentrierte Ausspähen der Ideallienie entfällt. Stattdessen, entspanntes Straßenlesen. 

Bei Hildburghausen lasse ich mich von der Verkehrsführung mal wieder ins Bockshorn jagen und finde mich auf der Straße nach Meiningen wieder . Egal, was solls. Fahr ich halt nach Meiningen. Schliesslich ist dort das MZ- Museum. Vielleicht wollen die auchmal ein Izh "bewundern". 

Es fällt auf daß viele LKW recht "schnell" unterwegs sind, jedenfalls entspricht daß meiner Reisegeschwindigkeit. Der Gedanke ans Überholen entfällt. (Ein "Hoch" auf die selektive Wahrnehmung. Die Brummis sind natürlich genauso langsam wie immer. Auf der Planeta kommen mir aber 80 Km/h zügig vor....)

Irgendwas klappert. Macht nix, denk ich, wird wohl der 7,5-Tonner vor mir sein. Aber auch als dieser abbiegt klapperts weiter. Die Befestigungslasche des Scheinwerfereinsatzes hat sich verabschiedet und nun hängt der Chromring samt Reflektor nur noch an einer Schraube.  An der nächsten Tankstelle richtets ein wenig Isoband. Der Scheinwerfer schaugt nun aus wie an einem 70er Jahre Rallyewagen. Angehalten hat mich deswegen niemand.....

In Meinigen hat das Museum geschlossen. Macht och nüscht.. dann halt weiter nach Suhl. Es ist unter der Woche und die Straßen gehören dem Güterverkehr. Gezwungenermaßen passe ich meine Fahrweise an. Deswegen..und nur deswegen halte ich mich halbwegs an die Einfahrvorschriften. ( Wer kann schon 3500 Km mit nur 60 Km/h maximal unterwegs sein......)

Die Augustsonne glüht herunter. Ich bin schon fast "gar" als ich in das ehemalige Simson Werksgelände einfahre. Genüsslich schlendere ich durch das kleine, feine Museum. Bitter daß Simson pleite ist. An den Maschinen lag es jedenfalls nicht. Wie so oft hat hier gieriges, spekulatives Mißmanagment, so lange Geld herausgesogen, bis nichts mehr da war....  Der Kapitalismus hat schliesslich doch seine Beute gerissen !

    S 100: Am liebsten gleich mitnehmen...

Gerne würde ich noch weiter verweilen aber ich will ja heute soviel fahren wie möglich. Weiter gehts; den Rennsteig hinauf. Mit  starken, modernen Maschinen fällt es gar nicht auf wie steil es hier bergan geht. Die Izh dreht selbst im dritten Gang nicht aus. 70, 80 sind das höchste der Gefühle. Trotzdem gehts recht schräg durch die engen Kurven. Spaß kommt auf. 

Etwa fünf Kilometer hinter Oberhof biege ich auf die "Abkürzung" zur Lütschetalsperre ein. Auf schlechtester Waldwegstrecke kommt mir ein Vierzigtonner nach dem Anderen entgegen. Die Muldenkipper kommen vom Steinbruch neben dem Stausee. An den Wochenenden merkt man gar nicht daß hier, nicht nur Naherholungsgebiet sondern, auch Wirtschaftsraum ist. Die Izh hat keine Zuganschlagfeder in der Teleskopgabel und so tut sie jedes Ausfedern, nach den ausgewaschenen Drainagerinnen, mit lautem Schlag kund. Macht nichts, daß soll so sein..... Die Federbeine hinten, tun ihren Dienst klaglos....aber die schlagen selbst dann nicht durch wenn, man zu zweit über Bahnübergänge brettert.

An der Talsperre ist es staubig, keine Spur von der Ruhe die hier am Wochenende herrscht. LKW, Presslufthämmer und Sprengungen im Steinbruch vermiesen mir die herrlliche Landschaft. Dabei ist es hier wirklich schön. Nadelhochwald, das grüne Bergwasser, fast wie in Kanada. Aber Da..., ist wenigstens.. "Kana" da...( Sorry, aber Der, musste sein...Haha..haha...!)

"Niet !" bemühe ich mein "fliessendes Russisch" und fahre nach wenigen Fotos Richtung Frankenhain.

Falsche Idylle: Der nächste LKW staubt schon heran

Neulich in Ontario.....

Bis ich wieder am Rennsteiggasthof bin ist Baustelle. Grauenhaft langes Warten an "unnötigen" Ampeln und plötzlich bin ich auf gesperrter Strecke! Bauarbeiter schreien mich an, ein Bagger fährt endlich, mißmutig zur Seite, dann 10 Km nicht gekennzeichnete Kanalarbeiten. Mehr als einmal kallt das Vorderrad in tiefe und plötzlich auftauchende Ausfräsungen.

Dann passierts: Die Izh wird "heiß" ?,.. geht einfach aus....... Die letzten 5 Km Schrittgeschwindigkeit zollen ihren Tribut. Meine Nerven liegen blank. (Der Opel steht ja mit defekter Kopfdichtung zuhause, da wollte ich erst Morgen dran. Die Clara kann mich also nicht als privater, gelber Engel mit dem Hänger nach Haus holen...) "Oh weh, ich habs ja gewusst.... mit dem Russenmopped geht das nicht gut." Erstmal eine Zigarrette..... dann kontrolliere ich Sicherung, Spritfilter, Zündung.....Alles in Ordnung. Der Motor dreht und springt auch wieder auf den ersten Kick. Es geht nun teilweise so steil bergan daß ich mir schon wieder Sorgen mache. Es passiert aber nichts.



( Nachtrag: Sowohl der vermeintliche Klemmer als auch das "Ausgehen" waren auf meine Fummelei am Lenkungsdämpfer zurückzuführen. Der sitzt direkt unterhalb des Zündschlosses. Mit den handschuhen schaltet man beim Drehen des Dämpfers die maschine fast zwangsläufig aus.......)

Endlich habe ich die Wasserscheide erreicht und es geht bergab. Bis Hildburghausen/Römhild dreht die Planeta immer freier aus. Die mysteriöse "Panne" hat mir klargemacht daß ich heute noch die Kopfdichtung besorgen muß. Also gebe ich Gas und lasse es krachen. Entweder es hält oder......??  Auf der B 303 erreiche ich sogar kurzzeitig die angegebene Höchstgeschwindigkeit. Ich habe den Eindruck großer "Velozität". das unrunde Vorderrad hüpft rythmisch, der Motor Vibriert und röhrt, in den Spiegeln läuft ein Film über Nebel und Unsichtbare......und doch, mein Herz schägt höher. "Mann:.... kann Motorradfahren schön sein !"

Zuhause ist der Lampentopf schnell repariert. ich baue zusätzlich noch den schwarzen Originallampenring ein. Das schaut noch uriger aus. Bei Pizza und einem Schluck Wein lasse ich den Tag ausklingen. Morgen, noch "schnell die Kopfdichtung am Opel reparieren....und dann nichts als wieder los mit der Izh. Vielleicht in den Odenwald oder in die Rhön oder.......( Wird fortgesetzt.)





Gedanken zum Thema

Was bringt eigentlich einen gestandenen Westmotorradler dazu sich mit solchen "Einfachmoppeds" zu beschäftigen. Der Markt ist doch voll von technischen Sensationen auf zwei Rädern.

Stellen sie sich mal vor, sie haben das letzte Modell einer angesagten Marke. Es ist so verbaut daß sie, zum Zündkerzenwechsel ein Ingenieurdiplom benötigen. Es kann sein daß die Bordelektronik z.B. wegen eines defekten Sensors die Maschine lahmlegt und ihr nächstes Gehalt komplett für die Diagnose in der Fachwerkstatt draufgeht.

Die Form ihrer zweiräderigen Wunderrakete ist evtl. von einem tschechisch-koreanischem Jungdesignerteam gezeichnet. So schauen sie beim Blick in die Garage nicht auf z.B. zeitlose Eleganz sondern auf eine wild zusammengewürfelte Formenvielfalt die allerhöchstens zwei Aussagen macht: 1. "Kuck doch mal wieviel Geld ich hab !"   und...   2. "Kuck doch mal wieviel Geld ich hab".

Auf der Suche nach dem richtigen Motorrad habe ich viele Maschinen gefahren. Mittlerweile hat sich folgendes Anforderungsprofil herauskristallisiert: Die Wartung und Reparatur muß mit einfachen Mitteln im "Hinterhof" möglich sein. Ordentliche aber nicht überzogene Fahrleistungen. Das Design soll angenehm fürs Auge und nach klassischer Motorradform ausgeführt sein. Ein Wandermotorrad (auf Neudeutsch hieße das wohl: Trekkingbike) soll es sein ohne dabei, den sonst üblichen Endurotouch zu haben. Schliesslich brauche ich auf der Strasse keine Off-Road-Optik und auf schlechteren Wegen noch lange keinen Crosser. Wohl aber lange Federwege und eine Abstimmung die mir den Weg flachbügelt statt mir ins Kreuz zu schlagen.

Ich bin bei zeitgenössischen Japan oder Westprodukten einfach nicht mehr fündig geworden.

Um so mehr freue ich mich auf eine Saison in der ich wieder richtig Motorradfahren kann. Entspannt und ohne Überholzwang ohne die so angesagte:" Mein Haus, mein Auto, meine Geliebte, Privatjet, Luxusyacht etc.etc...Mentalität."

Das Wesentliche rückt wieder in den Vordergrund. Das Fahrerlebnis, die Menschen, das Land, die Reise.

Euer

            Schraubaer 

5500 Km:

Die Leistung ist jetzt da, die vermeintlichen Kolbenklemmer waren keine. (Ausschalten der Zündung mit dicken Handschuhen, beim Hantieren mit dem Lenkungsdämpfer.) Hier die wirklichen Defekte. Innerhalb der ersten 200 KM traten auf: Durchgeschüttelter Gleichrichter/Regler (War reparabel) Fernlichtschalter ohne Funktion ( War reparabel.)  Ähh...das wars !

Okay, ab und zu muß man mal Schrauben nachziehen sonst schmeisst sie z.B. alle Schrauben der Kettenradabdeckung au die Strasse. Ansonsten: Fahren, Fahren, Fahren. Weder gibt es durchgeschüttelte Glühbirnen noch Probleme mit der ( recht sauber ausgeführten) Elektrik. Ab und zu sollte die Zündung nachgeschaut bzw. Eingestellt werden. Der Kupplungszug reibt sich gerne auf. (Mit Eigenbau inzwischen beseitigt) Die Speichen sollten innerhalb der ersten 1000Km und auch weiterhin, regelmässig nachgezogen werden.

Kette nachstellen war bisher einmal nötig. Fast wird es langweilig. Wenn auch ab und zu Kleinstreparaturen gemacht werden müssen, erweist sich das Russeneisen bisher als zuverlässig.

So...Jetzt ist es passiert ! Nach fast 11000 KM sind die Kurbelwellenlager eingelaufen. Es ist Spiel sowohl radial als auch axial fühlbar. Nein, nicht nur fühlbar sondern soweit vorhanden das der Lichtmaschinenrotor den Statorberühren konnte. Dabei hat er sich selbst und den Gleichrichter/Regler gerichtet.

Noch ist alles reparabel. So werde ich in den nächsten Tagen und Wochen mal den Motor zerlegen und neu lagern. Das hält dann wahrscheinlich Ewigkeiten. Zur Verwendung werden SKF Lager kommen.

Das dollste... Sie läuft noch.... Kaum zu Glauben. Fahren werde ich Die Izh aber zwischenzeitlich nicht mehr. Erstmal ordentlich instandsetzen !

Schade.....hätte gerne besseres berichtet

16000 Km

Nun ist die beschriebene Reparatur schon eine Weile her. Die Izh läuft ohne Ausfälle und hat leistungsmäßig noch einmal zugelegt. So zugelegt daß ich aufpassen muß, Sie nicht kaputtzudrehen. das Ganze bisher defektfrei. Natürlich spielen sich die Fahrleistungen etwa in dem bereich meines 60 PS VW Bus ab. V-Max ca 130. Die Beschleunigung ist okay. Nur der Sprung vom zweiten. in den dritten Gang ist etwas Groß.

Mittlerweile kann ich sogar das Getriebe sanft und geräuschlos schalten......

Das Geheimnis: Nach dem Auskuppeln den Gang herausnehmen, den Schalthebel sanft an den nächsten Anschlag führen...dann nocheinmal den Druck wegnehmen.. und jetzt erst bis zum nächsten Gang durchschalten. Das braucht natürlich Zeit. man wird aber mit einem wunderbar weichen Schaltvorgang belohnt.

Die Planeta kann mittlerweile auch Langstrecke und Autobahn. LKW überholen ist keine Hexerei. das hat sie derletzt auf dem Weg nach Oberhausen, zum Rubotreffen des Uralteams bewiesen.

An Verbesserungsmaßnahmen habe ich noch neue SKF Radlager montiert sowie ein etwas runderes Vorderrad mit ebenso runderer Bremstrommel. Dazu Michelin Pneus. ( ihr wist schon: Nunc est bibendum.) Das Fahrverhalten hat sich derart verbessert daß in Kurven direkt "sportliche" Schräglagen möglich sind.

Die Bremsen sind dagegen immer noch Supertankerlike.......Es verzögert halt....a-weng oder so. Mal schauen was hier getan werden kann.

....Ich muß es zugeben....Ich hab Sie verkauft. Mit über 25Tkm und in einwandfreiem Zustand. Zwei Junge Russen haben Sie sich geholt.

Denn ich wollte eine Ural..und brauchte das Geld. Seid mir nicht zu böse. Es wird wieder eine IZH geben. vielleicht ein 49 oder 56...mal sehen.






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